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Welche Geräte im Standby wirklich Kosten verursachen

by Redaktionsteam
26. September 2026
in Energie
Geräte im Standby

Geräte im Standby

Viele Haushalte zahlen jeden Monat für Strom, der gar nicht genutzt wird. Fernseher im Standby, Router der durchläuft, Spielekonsole im Ruhemodus, Kaffeemaschine mit leuchtendem Display – jedes einzelne Gerät zieht wenig, aber die Summe vieler Geräte über das ganze Jahr ergibt einen nennenswerten Anteil der Stromrechnung. Das Umweltbundesamt schätzt den durch Standby-Betrieb verursachten Verbrauch auf durchschnittlich rund 115 Euro pro Jahr und Haushalt – Geld, das sich mit einfachen Mitteln einsparen lässt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Standby-Betrieb verursacht im Durchschnitt rund 115 Euro jährliche Mehrkosten pro Haushalt (Quelle: Umweltbundesamt)
  • Hauptverursacher: Unterhaltungselektronik, Computer-Peripherie, Spielekonsolen und Netzteile
  • Ein Strommessgerät zeigt den tatsächlichen Verbrauch jedes Geräts
  • Schaltbare Steckdosenleisten sind die einfachste und günstigste Lösung
  • Smarte Steckdosen ermöglichen Fernsteuerung und automatisches Abschalten
Seiteninhalt:
  1. Was bedeutet der Standby-Modus?
  2. Die größten Standby-Stromfresser im Haushalt
  3. Wie viel kostet Standby wirklich? So rechnet man es aus
  4. Welche Geräte besser ganz ausschalten
  5. Tipps zur Reduzierung des Standby-Verbrauchs
  6. Technische Messung: So findet man den eigenen Standby-Verbrauch
  7. Raum für Raum: Wo sich das Ausschalten am meisten lohnt
  8. Häufige Fragen zu Geräten im Standby

Was bedeutet der Standby-Modus?

Elektronische Geräte, die scheinbar ausgeschaltet sind, befinden sich häufig nur im Bereitschaftszustand. Der Standby-Modus hält das Gerät in einem Zustand, aus dem es schnell aktiviert werden kann – durch Fernbedienung, Netzwerksignal oder Zeitplan. Dafür wird dauerhaft eine kleine Menge Strom benötigt.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=oYCXv9rHaxg

Die EU-Ökodesign-Verordnung begrenzt diesen Leerlaufverbrauch für Neugeräte seit 2014 deutlich. Die aktuell geltenden Grenzwerte:

Gerätetyp Aktueller Grenzwert
Ohne Statusanzeige 0,5 Watt
Mit Informationsanzeige 1 Watt
Internetfähige Geräte (Netzwerkbereitschaft) 8 Watt

Neugeräte müssen diese Grenzen einhalten – ältere Geräte ohne diese Vorgaben können deutlich mehr verbrauchen. Das erklärt, warum ein alter DVB-T-Receiver oder eine ältere Spielekonsole oft mehr im Standby zieht als ein moderner Fernseher.

Welche Geräte im Standby wirklich Kosten verursachen
Welche Geräte im Standby wirklich Kosten verursachen

Die größten Standby-Stromfresser im Haushalt

Hauptstromfresser im Haushalt

Nicht alle Geräte sind gleich. Die größten Verursacher im Standby-Betrieb:

  1. Stereoanlagen und HiFi-Geräte – ältere Modelle können im Standby 10 bis 15 Watt ziehen, was sich über ein Jahr erheblich summiert. Neuere Geräte sind deutlich sparsamer, aber auch hier lohnt eine Messung.
  2. Heimkino-Setup – Fernseher, Soundbar, Receiver und Blu-ray-Player zusammen: Jedes Gerät zieht im Standby, die Summe ist beachtlich. Besonders ältere Receiver sind Problemfälle.
  3. Computer-Arbeitsstation – PC oder Laptop im Schlafmodus, dazu Monitor, Drucker und externe Festplatten: Alle ziehen dauerhaft Strom, solange sie am Netz hängen.
  4. DVB-T- und Kabel-Receiver – warten permanent auf Signale und Softwareupdates, teilweise auch nachts. Ältere Geräte haben hier keine modernen Abschaltautomatiken.
  5. Router und WLAN-Repeater – laufen typischerweise rund um die Uhr und sind daher Dauerverbraucher. Ein Router mit 8 Watt Netzwerkbereitschaft macht auf das Jahr hochgerechnet eine spürbare kWh-Menge.
  6. Spielekonsolen – besonders kritisch: Viele Konsolen bleiben auch im Ruhemodus online und laden Updates herunter, was den Standby-Verbrauch deutlich erhöht. In den Einstellungen lässt sich das oft deaktivieren.
  7. Netzteile und Ladegeräte – Smartphone-Ladekabel, Laptop-Netzteile und andere Steckernetzteile ziehen auch ohne angeschlossenes Gerät Strom, solange sie in der Steckdose stecken.
Tipp zum Lesen:  Wie Power-to-X-Technologien die Energiewende vorantreiben

Wie viel kostet Standby wirklich? So rechnet man es aus

Die Berechnung ist einfach. Wer den Verbrauch eines Geräts in Watt kennt, kann die Jahreskosten selbst ermitteln:

Watt × Stunden pro Tag × 365 Tage = Wattstunden pro Jahr ÷ 1.000 = kWh pro Jahr × Strompreis = Kosten pro Jahr

Ein Beispiel: Eine Spielekonsole zieht im Standby 3 Watt, der Ruhemodus ist 22 Stunden täglich aktiv.
3 W × 22 h × 365 Tage = 24.090 Wh = 24,09 kWh pro Jahr. Bei einem Strompreis von rund 37 Cent pro kWh (BDEW-Durchschnitt Anfang 2026) ergibt das etwa 9 Euro jährlich – für eine einzelne Konsole im Standby.

Addiert man Router, Fernseher, Receiver, Soundbar, Drucker und weitere Geräte, kommen schnell die vom Umweltbundesamt genannten rund 115 Euro pro Haushalt zusammen.

💡 Den eigenen Verbrauch messen: Ein einfaches Strommessgerät (zwischen Steckdose und Gerät) zeigt den tatsächlichen Standby-Verbrauch in Watt an. Viele Verbraucherzentralen verleihen solche Geräte kostenlos. Besonders lohnend: ältere Receiver, Stereoanlagen, Drucker und externe Festplatten prüfen – sie überraschen oft mit hohen Werten.
Der aktuelle Durchschnittsstrompreis für Haushalte liegt laut BDEW (April 2026) bei rund 37 Cent pro kWh. Je nach Tarif kann der eigene Preis davon abweichen – auf der Stromrechnung oder beim Anbieter nachschauen.

Welche Geräte besser ganz ausschalten

Fernseher und Heimkinoanlagen
Moderne Fernseher sind im Standby bereits sehr sparsam – unter 0,5 Watt ist Standard. Ältere Geräte, Receiver und Soundbars sind dagegen oft deutlich hungriger. Nach dem Fernsehen die ganze Leiste ausschalten spart vor allem bei gemischtem, älterem Equipment.

Computer, Laptops und Drucker
Der Schlafmodus eines PCs oder Laptops verbraucht weniger als Standby, trotzdem zieht er Strom. Drucker, die nur selten genutzt werden, lohnen sich nach dem Drucken komplett vom Netz zu nehmen. Auch externe Festplatten und USB-Hubs ziehen dauerhaft Strom, solange sie angeschlossen sind.

Kaffeemaschinen und Wasserkocher
Kaffeevollautomaten mit Heizung, Aufwärmbetrieb oder leuchtendem Display verbrauchen im Standby teils mehrere Watt. Einfach nach dem letzten Kaffee ausschalten oder den Stecker ziehen.

Spielekonsolen
Die Standby-Einstellungen bei Konsolen bieten oft die Option, automatische Updates nur in bestimmten Zeitfenstern zuzulassen oder die Netzwerkbereitschaft zu deaktivieren. Das senkt den Verbrauch im Ruhemodus merklich.

Ladestationen und Netzteile
Netzteile, die dauerhaft in der Steckdose stecken, ziehen auch ohne angeschlossenes Gerät Strom – der sogenannte Leerlaufverlust. Ladegeräte nach dem Laden herausziehen.

Router und WLAN-Repeater
Router laufen meist rund um die Uhr und das ist für viele Haushalte auch sinnvoll. Wer nachts oder bei längerer Abwesenheit auf Internet verzichten kann, schaltet ihn aus – das spart Dauerverbrauch und kann die Lebensdauer verlängern. Für viele Haushalte mit Smart Home oder Überwachungssystemen ist das aber keine Option.

Stromverbrauch der Geräte im Standby Modus
Stromverbrauch der Geräte im Standby Modus

Tipps zur Reduzierung des Standby-Verbrauchs

Die wirksamste Maßnahme ist das vollständige Trennen vom Netz. Je mehr Geräte ganz ausgeschaltet werden statt im Standby zu verbleiben, desto größer die Einsparung. Schaltbare Steckdosenleisten machen das bequem – ein Knopfdruck trennt mehrere Geräte gleichzeitig.

Tipp zum Lesen:  Stromsparende Haushaltsgeräte - So findet man sparsame Haushaltshelfer
Lösung Funktionsprinzip Für wen geeignet
Schaltbare Steckdosenleiste Manuelles Abschalten mehrerer Geräte auf einmal Alle Haushalte, sofort umsetzbar
Master-Slave-Steckdose Schaltet Slave-Geräte ab, wenn das Master-Gerät ausgeht PC-Arbeitsplatz: Monitor, Drucker schalten mit PC ab
Funksteckdose / smarte Steckdose Steuerung per Fernbedienung oder Smartphone-App Geräte an schwer zugänglichen Stellen
Zeitschaltuhr Automatisches Trennen zu definierten Zeiten Router, Ladestationen nachts abschalten
💡 Smarte Steckdosen verbrauchen selbst Strom: Intelligente WLAN-Steckdosen ziehen im Betrieb etwa 1 bis 2 Watt. Das sind rund 4 bis 8 Euro pro Steckdose und Jahr. Sie lohnen sich dort, wo viele Geräte dauerhaft im Standby laufen und die Einsparung den Eigenverbrauch der Steckdose übersteigt – nicht für jede Einzelsteckdose mit einem Gerät, das ohnehin wenig verbraucht.

Auch bei der Beleuchtung lohnt sich ein Blick auf den Standby-Verbrauch: Smarte Lampen können selbst dann Strom benötigen, wenn sie gerade kein Licht abgeben. Schließlich sollen sie auf App oder Sprachsteuerung reagieren. Eine einzelne Lampe fällt auf der Stromrechnung meist kaum ins Gewicht, mehrere vernetzte Leuchten können sich jedoch summieren. Wer sich neben dem Stromverbrauch auch für die passende Beleuchtung interessiert, findet hier weitere Ideen und Tipps.

Technische Messung: So findet man den eigenen Standby-Verbrauch

Strommessgerät zur Verbrauchsmessung

Ein Strommessgerät zwischen Steckdose und Gerät zeigt die Leistungsaufnahme in Watt an. Gute Geräte berechnen auch direkt den Jahresverbrauch und die Kosten auf Basis eines eingegebenen Strompreises. Kosten: zwischen 10 und 30 Euro, oder kostenlos als Verleih bei vielen Verbraucherzentralen.

Vorgehen: Alle relevanten Geräte einzeln messen – im Normalbetrieb, im Standby und komplett ausgeschaltet. Die Unterschiede sind oft überraschend: Manche Geräte verbrauchen ausgeschaltet mehr als andere im Betrieb.

Smart-Home-Steckdosen mit integrierter Verbrauchsmessung ermöglichen eine dauerhafte Überwachung ohne manuelle Messung. Sie zeigen den Tagesverlauf und können unerwartete Verbräuche aufdecken – etwa wenn eine Spielekonsole nachts für Updates aktiv wird.

Raum für Raum: Wo sich das Ausschalten am meisten lohnt

Im Wohnzimmer summiert sich die Unterhaltungselektronik: Fernseher, Soundbar, Receiver und Spielekonsole. Eine einzige schaltbare Steckdosenleiste, die nach dem Fernsehen betätigt wird, trennt alle gleichzeitig.

In der Küche lauern Kaffeevollautomat, Mikrowelle mit Uhr und Wasserkocher mit Display. Diese Geräte brauchen selten permanente Bereitschaft – nach der Nutzung ausschalten.

Im Arbeitszimmer laufen PC, Monitor, Drucker und externe Geräte oft den ganzen Tag, auch wenn nicht gearbeitet wird. Eine Master-Slave-Leiste, die Drucker und Monitor automatisch mit dem PC abschaltet, ist hier die komfortabelste Lösung.

Im Flur oder Keller läuft der Router dauerhaft – oft unvermeidbar. Wer ihn nachts ausschalten kann, spart Dauerverbrauch. Ladestationen für E-Bikes oder andere Geräte nur nach Bedarf aktivieren, nicht dauerhaft unter Strom lassen.

Mehr zu Geräten und deren Effizienz beim Betrieb findet sich im Artikel Stromsparende Haushaltsgeräte. Wer den Verbrauch im Haushalt systematisch angehen möchte, findet im Überblick Energiespartipps für den Alltag weitere Ansatzpunkte.

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Dies ist allgemeine Werbung und steht nicht mit dem Inhalt des Artikels in Zusammenhang. Letzte Aktualisierung am 16.10.2026 / Affiliate Links* / Bilder* von der Amazon Product Advertising API, ebenso Artikelbeschreibungen und Preise - keine Gewähr / Platzierung nach Amazonverkaufsrang

Häufige Fragen zu Geräten im Standby

Das hängt vom Gerät und seinem Alter ab. Neugeräte müssen laut EU-Ökodesign-Verordnung im Standby weniger als 0,5 bis 1 Watt verbrauchen (je nach Typ), internetfähige Geräte bis zu 8 Watt. Ältere Geräte – vor allem Receiver, Stereoanlagen und Spielekonsolen – können deutlich mehr ziehen. Das Umweltbundesamt schätzt den gesamten Standby-Verbrauch pro Haushalt auf durchschnittlich rund 360 kWh pro Jahr, was bei einem Strompreis von etwa 37 Cent/kWh rund 115 Euro entspricht.
Besonders kritisch sind ältere Receiver (DVB-T, Kabel, Satellit), Stereoanlagen älterer Bauart, Spielekonsolen mit aktivierter Netzwerkbereitschaft und Ladegeräte ohne angeschlossenes Gerät. Diese verbrauchen im Standby oft mehr als moderne Geräte im Betrieb. Einen genauen Wert liefert ein Strommessgerät – viele Verbraucherzentralen verleihen diese kostenlos.
Im Standby bleibt das Gerät in einem Bereitschaftszustand, aus dem es schnell aktiviert werden kann – durch Fernbedienung, Netzwerksignal oder Zeitplan. Dabei fließt dauerhaft Strom. Komplett ausgeschaltet bedeutet, dass das Gerät vollständig vom Netz getrennt ist – entweder durch Ziehen des Steckers oder durch eine schaltbare Steckdosenleiste. Nur so ist der Verbrauch wirklich null.
Smarte Steckdosen verbrauchen selbst etwa 1 bis 2 Watt im Betrieb – das sind rund 4 bis 8 Euro pro Jahr pro Steckdose. Sie lohnen sich dort, wo mehrere Geräte dauerhaft im Standby laufen und die Einsparung den Eigenverbrauch übersteigt. Für einfache Situationen ist eine klassische schaltbare Steckdosenleiste günstiger und ausreichend. Smarte Lösungen bringen Mehrwert vor allem durch Fernsteuerung, Zeitpläne und Verbrauchsanzeige.
Formel: Watt × Stunden Standby pro Tag × 365 ÷ 1.000 = kWh pro Jahr × Strompreis = Jahreskosten. Beispiel: 3 Watt × 22 Stunden × 365 ÷ 1.000 = 24 kWh × 0,37 € = ca. 9 Euro pro Jahr. Den Strompreis findet man auf der eigenen Stromrechnung – er liegt 2026 je nach Tarif zwischen rund 24 Cent (Neukunden) und über 37 Cent (Grundversorgung) pro kWh.
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